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05. Juli 2010

Optimierte SAP-Landschaften

Methodische Prozessorientierung ist der Schlüssel zum Erfolg für die Konsolidierung von SAP-Systemen. Größere Projekte lassen sich dadurch schneller und kostengünstiger durchführen.

Artikel in der informationweek, Juli 2010

Artikel informationweek, 07/2010 (PDF, 1,4 MB)Eigentlich ist alles klar: Unternehmen A kauft Firma B. Beide setzten ERP-Software von SAP ein. Die IT-Systeme beider Unternehmen zusammenzuführen, dürfte also keine Herausforderung sein. Muss es auch nicht. Ist es aber häufig, wie die Realität zeigt. Dabei sind Merger nur ein möglicher Auslöser für Standardisierung, Harmonisierung, Konsolidierung (SHC) von SAP-Installationen.

»Jedes Unternehmen, das mehr als ein SAP-System im Einsatz hat, steht vor der Aufgabe, seine Systemlandschaft nach Kostengesichtspunkten zu optimieren. Und das ist nicht selten eine Herausforderung«, erklärt der Analyst und SAP-Kenner Helmuth Gümbel.

Unterteilen lassen sich grundsätzlich zwei große Kategorien: Zur ersten gehören Systemverschmelzungen, Splits und Carve-outs von Unternehmenseinheiten. Die zweite Kategorie bilden sogenannte Conversions, also Veränderungen innerhalb einer produktiven SAP-Umgebung - ohne das System zu wechseln. Ein etablierter Lösungsweg für SAP-Restrukturierungs- und Migrationsprojekte ist dazu die sogenannte System Landscape Optimization (SLO). Viele dieser Projekte werden als technische Herausforderungen gesehen. Das ist jedoch zu kurz gesprungen.

Ein Beispiel: Ein Konzern beschließt aufgrund strategischer Entscheidungen, sein dezentral organisiertes Lieferanten- Management, das jedes mit einem eigenen System gearbeitet hat, zu zentralisieren. Die Folge: Geschäftsprozesse müssen abgeglichen, Systeme zusammengeführt, Organisationseinheiten wie Buchungskreise und Stamm- und Bewegungsdaten harmonisiert und konsolidiert werden. Es zeigt sich schnell und deutlich, dass ein rein technischer Ansatz, der die Problematik aus dem Blickwinkel der Daten betrachtet, hier in die Sackgasse führt. Denn die geplanten Veränderungen wirken auf unterschiedlichen Ebenen: den Prozessen, der Organisation und zuletzt auch der technischen Systembasis.

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