Das Agentic Enterprise erweitert klassische SAP-Landschaften um eine intelligente operative Ebene aus autonomen KI-Agenten, die mehrstufige Workflows ausführen. Diese neue Ebene übernimmt Routinetätigkeiten, unterstützt bei komplexen Entscheidungen und handelt proaktiv innerhalb eines sicheren Unternehmensrahmens.
Wir helfen SAP-geprägten Weltmarktführern dabei, genau hier die Grundlage zu schaffen – dort, wo sie hingehört: in den Transaktionssystemen, die ihr Geschäft bereits heute tragen. So entsteht ein skalierbares System der Aktion auf Ihrem SAP-ERP, das IT im Unternehmen von passiver Dokumentation hin zu gesteuerter, KI-gestützter Ausführung verschiebt.
Im Markt wird häufig die These vertreten, agentische KI werde das klassische ERP langfristig ersetzen. Das ist ein Trugschluss. In der Realität entsteht kein Ersatz, sondern eine zusätzliche, leistungsfähige Ausführungsschicht oberhalb des ERP-Kerns. Diese entfaltet ihren Wert jedoch nur dann, wenn die darunterliegende Daten- und Systembasis stabil, sauber und verlässlich bleibt.
Die aktuelle Praxis bestätigt dieses Bild: Viele Unternehmen befinden sich noch in Strategie- oder Pilotphasen, produktive Implementierungen autonomer Agentensysteme sind weiterhin selten. Die bestehenden Hürden – von Governance-Fragen über fehlende interne Kompetenzen bis hin zur komplexen API- und Prozessintegration – sind dabei keine spezifischen KI-Probleme, sondern klassische Herausforderungen großer Transformationen. Entsprechend ersetzt das Agentic Enterprise das ERP nicht, sondern macht im Gegenteil deutlich, wie entscheidend ein standardisiertes, harmonisiertes und konsolidiertes Fundament ist. Ein System der Aktion funktioniert nur auf Basis eines Systems der Aufzeichnungen, das semantisch klar, konsistent und vollständig nachvollziehbar ist.
Unsere architektonische Sicht ist klar: System of Record und System of Action sind keine getrennten, nacheinander geschalteten Ebenen. Sie sind gemeinsam gedachte Bausteine einer einzigen, integrierten Architektur.
Das SAP Flywheel verbindet Apps, Daten und KI zu einem System, das mit jeder Interaktion intelligenter wird. Getragen vom Business Data Cloud-Ansatz und Joule Studio und ermöglicht durch eine Clean-Core-Strategie entsteht so eine technologische Grundlage, die tragfähig ist.
KI verstärkt, was bereits funktioniert – sie ersetzt keine fehlenden Strukturen. Agenten wirken als Verstärker eines funktionierenden Systems, nicht als Schnelllösung für kaputte Prozesse. Für ein funktionierendes Agentic Enterprise gelten drei zentrale Prinzipien:
Zuerst die operativen Abläufe wirklich verstehen und modellieren – erst danach über Agenten sprechen.
Sauberer Code, saubere Daten und klare Prozesse halten das ERP upgradefähig und ermöglichen gleichzeitig entkoppelte Intelligenz.
KI-Agenten haben keine rechtliche Handlungsfähigkeit. Verantwortung, Kontrolle und Governance bleiben beim Menschen.
Der Einstieg ins Agentic Enterprise beginnt nicht mit einem Modell oder einer Demo. Er beginnt damit, Tätigkeiten zu identifizieren, die regelmäßig, strukturiert und häufig genug sind, um unterstützt oder teilweise automatisiert zu werden.
Die Entwicklung verläuft nicht linear. System of Action und System of Record entwickeln sich parallel, in Stufen. Jede Stufe baut auf der vorherigen auf. Je stabiler das Fundament, desto größer der Effekt des nächsten Schritts.
Unsere Empfehlung: jetzt starten. Erfahrungen sammeln, ausprobieren. Viele Anwendungsfälle liefern bereits heute echten Mehrwert, ohne dass eine vollständig agentenfähige Architektur nötig ist. „Gut genug für den produktiven Einsatz“ ist besser als auf Perfektion zu warten.
Tiefes Branchen- und Prozessverständnis in internationalen Lieferketten
Expertise in komplexen SAP-Datenstrukturen, Datenqualität und sicheren RAG-Integrationen
Erfahrung in Standardisierung, Harmonisierung und Konsolidierung großer Unternehmen
Bewährte Transformationsmethoden für globale Produktions- und Finanzorganisationen
Know-how in KI, Machine Learning und SAP-Joule-Integration
Das Agentic Enterprise wird die kommenden Jahre in unserer Branche prägen. Wir begleiten diese Entwicklung aktiv – mit unserer Perspektive, über ONE.CON und die CIO Lounge, auf der SAPPHIRE und in allen Gesprächen, die unsere Kunden von der Idee in die Umsetzung bringen.
Agentic Enterprise ist ein Betriebsmodell, in dem KI-Agenten Geschäftsprozesse über Unternehmenssysteme wie SAP S/4HANA hinweg eigenständig planen, orchestrieren und ausführen.
Es führt eine neue Ausführungsebene ein – das sogenannte System of Action –, das klassische Systeme der Aufzeichnung ergänzt.
Der zentrale Wandel liegt weg von klassischer Prozessautomatisierung hin zu autonomer, kontextbasierter Prozessausführung, die durch Unternehmensdaten, Regeln und Governance gesteuert wird.
Das System of Records speichert und steuert Unternehmensdaten und Transaktionen, typischerweise in Systemen wie SAP S/4HANA. Es stellt Konsistenz, Compliance und Nachvollziehbarkeit als „Single Source of Truth“ sicher.
Das System of Action ist die operative Ausführungsschicht, die Entscheidungen mit den Unternehmenssystemen verbindet. Es orchestriert Prozesse, Anwendungen und agentische Fähigkeiten, um Aktionen auszuführen und sorgt dafür, dass Ergebnisse zuverlässig und regelkonform in das System of Records zurückgeführt werden.
Zusammen bilden beide eine geschlossene Architektur: Erfassen → Entscheiden → Ausführen → Erfassen.
Nein. SAP S/4HANA und ERP-Systeme bleiben das System of Records und das transaktionale Rückgrat des Unternehmens. Agentic AI ersetzt diese Systeme nicht, sondern erweitert sie um eine intelligente Ausführungs- und Orchestrierungsschicht oberhalb bestehender SAP-Prozesse.
SAP sorgt weiterhin für Datenintegrität, Compliance und Transaktionssicherheit, während KI-Agenten Planung, Entscheidungsunterstützung und systemübergreifende Orchestrierung übernehmen.
Daten bilden die Grundlage des Agentic Enterprise und entscheiden darüber, ob KI-Agenten zuverlässig im Unternehmensmaßstab arbeiten können.
Agenten benötigen nicht nur strukturierte Unternehmensdaten wie SAP Stamm- und Bewegungsdaten, sondern auch ein semantisches Verständnis ihrer Bedeutung im Geschäftskontext. Ohne eine konsistente semantische Datenschicht können sie weder zuverlässig schließen, planen noch systemübergreifend handeln.
Im Agentic Enterprise werden Daten damit von einer reinen Speicherfunktion zu einem aktiven Enabler von Entscheidungen.
Das Agentic Enterprise basiert auf drei integrierten Ebenen:
Datenschicht: Liefert strukturierte und semantisch angereicherte Unternehmensdaten, einschließlich SAP Stamm- und Transaktionsdaten sowie externer Signale.
KI-Schicht: Versteht Kontext, plant Aktionen und orchestriert KI-Agenten innerhalb definierter Governance-Rahmen.
Applikationsschicht: Führt Aktionen in Unternehmenssystemen wie SAP S/4HANA und weiteren Business-Anwendungen aus.
Gemeinsam bilden diese Ebenen einen kontinuierlichen Kreislauf: Wahrnehmen → Denken → Handeln → Lernen.
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