Home / Die neue Vielfalt
Die IT-Branche war lange Zeit eine Männerdomäne – doch das ändert sich. Unternehmen werden immer vielfältiger. Junge, ehrgeizige Frauen interessieren sich zunehmend für Technologie, studieren Wirtschaftsinformatik oder Maschinenbau und streben eine Karriere in der Software-Branche an. Bei cbs liegt der Frauenanteil bereits bei 31 Prozent. Gleichzeitig kommen Consultants aus allen Teilen der Welt, unter anderem aus Brasilien, Finnland, Syrien, Sri Lanka, China und Malaysia. Diese Vielfalt macht das Unternehmen bunt und ist ein zentraler Bestandteil der besonderen Unternehmenskultur, kurz „Power of Orange“.
Karrierewege lösen sich zunehmend von starren Mustern und Rollenklischees: Ob als Mutter mit Kleinkind ins Management aufzusteigen oder als geflüchteter SAP-Berater Fuß zu fassen – beides ist möglich. cbs zeigt, wie Vielfalt aktiv gelebt und neue Chancen geschaffen werden können.
Wertschätzung, flexible Arbeitszeiten, Gestaltungsspielraum, Aufstiegschancen: das sind Dinge, die Selale Deniz wichtig sind. Die junge Frau, gerade 30 Jahre alt, hat an der TU in Kaiserslautern BWL mit Maschinenbau studiert und sich im Master auf Maschinenbau mit angewandter Informatik spezialisiert. Vor zwei Jahren kam sie über ein Trainee-Programm zu cbs und übernahm immer mehr Verantwortung. Heute leitet sie das Trainee-Programm zusammen mit einem Kollegen selbst.
Selale Deniz hat sich bewusst für die Heidelberger Firma entschieden, erzählt sie. Mehrere Angebote hätte sie gehabt. Doch hat sie genaue Vorstellungen, was ein Unternehmen ihr bieten muss. „Es ist ja nicht so, dass nur das Unternehmen Anforderungen an eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter hat. sondern auch umgekehrt.“ Die jungen Menschen können es sich leisten, Forderungen zu stellen: Aufgrund des demografischen Wandels und der alternden Gesellschaft mangelt es inzwischen in fast allen Brachen an Personal. Gerade in der IT ist – auch wegen der zunehmenden Digitalisierung – der Bedarf an guten Fachkräften besonders groß. „Die SAP-Berater sind begehrt am Arbeitsmarkt“, erklärt ein cbs-Sprecher, „da herrscht viel Konkurrenz. Die können sich ihren Arbeitgeber aussuchen.“ Unternehmen müssen attraktiv sein für die gut ausgebildeten jungen Leute.
Unternehmen sollten „Modernität“ mitbringen, wie sie es ausdrückt: flache Hierarchien, ein sehr kollegiales Arbeiten, Chancengleichheit bieten. „Egal ob Werkstudent oder Managerin – hier werden keine Unterschiede gemacht“, sagt sie. Auch nicht zwischen Menschen verschiedener Nationalitäten.
Was die junge Frau auch zu schätzen weiß sind flexible Arbeitszeiten, individuelle Teilzeitregelungen und die Möglichkeit, zu Hause, im Homeoffice, arbeiten zu können. „Wir haben mittlerweile auch Workation“, erzählt sie. „Das habe ich auch schon öfter genutzt und etwa von der Türkei aus gearbeitet“, hat von dort aus auch Kundengespräche geführt.
Selale Deniz ist SAP-Beraterin. An diesem Tag reist sie noch zu einem Kunden nach Hamburg. Ihn begleitet sie beim Wechsel von einem alten SAP-System (R/3) auf ein neues (S/4HANA). Solche Projekte laufen über mehrere Jahre. Ihre Aufgabe ist es, all die Daten des Kunden, etwa im Controlling oder im internen Rechnungswesen, ins neue System zu übertragen. „Was die Arbeit so spannend macht, ist dass man dabei viel harmonisieren kann“, sagt sie – also in den Stammdaten des Kunden überprüfen, welche Kostenstellen überhaupt noch genutzt werden.
Nach dem Studium hatte sie mehrere Angebote von Unternehmen, unter denen sie wählen konnte. Bei einem Unternehmen, bei dem diese Modernität nicht geboten gewesen wäre, hätte sie nie angefangen, sagt sie. „Das wäre mir zu starr – auch nicht mehr zeitgemäß und wettbewerbsfähig.“
Gemeint ist damit jedoch keine fehlende Leistungsbereitschaft, wie sie dieser Generation gerne unterstellt wird. Im Gegenteil. Immer wieder betont Selale Deniz, wie wichtig es ihr sei, eigene Ideen einbringen zu können, zu gestalten, Verantwortung zu übernehmen. Nach nur einem Jahr bei cbs wurde ihr die Verantwortung für das Trainee-Programm übertragen. Stand heute würde sie auf jeden Fall sagen, dass sie sich irgendwann als Managerin sieht, auch Projektleitungen übernehmen möchte, vielleicht mal ins Ausland gehen. Die Frage, ob sie Ambitionen hat, beantwortet sie mit einem knappen, klaren „Ja“.
Zwei kleine Kinder hat Angela Cardinale: die ältere Tochter ist drei, die kleine gerade sieben Monate alt. Außerdem ist die 36-Jährige Managerin bei der Beratungsfirma cbs. Die Beförderung auf ihre aktuelle Position und die damit verbundene Personalverantwortung für vier Kolleginnen und Kollegen, bekam sie, als sie gerade wenige Monate aus der ersten Elternzeit zurück war. „Ich möchte Dinge verändern“, erzählt sie, „und ich möchte zeigen, dass es machbar ist“ – eine Führungsposition zu haben und eine Familie. Und das in einer Branche, die noch immer männerdominiert ist, in der es wenige Frauen gibt, erst recht nicht in Führungspositionen.
Angela Cardinale hat International Business studiert und kam als Quereinsteigerin in die SAP-Beratung. Bei cbs leitet sie nun große Stammdatenprojekte bei Kunden. Als Stammdaten bezeichnet man die Daten eines Unternehmens, die die Grundinformationen über betrieblich relevante Dinge enthalten, also etwa über Material, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Geschäftspartner, Kunden, Lieferanten. Bei solchen Projekten analysieren die Beraterinnen und Berater von cbs diese Daten gemeinsam mit dem Kunden, etwa wenn ein Wechsel auf neue SAP-Software ansteht. Sie gestalten Prozesse neu und optimieren sie.
Auch wenn die IT-Branche sie fasziniert – „Ich bin eher strategisch unterwegs.“ Schnell habe sich herausgestellt, dass ihre Begabung nicht so sehr im Programmieren liegt. „Was ich gut kann, ist Projektmanagement, Moderieren, Kommunizieren, Potenziale oder Probleme erkennen“, sagt sie. So war schnell klar, dass sie diesen Weg einschlagen würde – und cbs hat ihn ihr ermöglicht.
13 Monate war sie nach der Geburt ihrer ersten Tochter zu Hause, ihr Mann weitere sieben. Dann kehrte Angela Cardinale zurück an ihren Arbeitsplatz – zunächst mit 60 Prozent, kurz darauf erhöhte sie auf 80 Prozent – und wurde wenige Monate später Managerin. Dass sie ein kleines Kind hatte, dass sie Teilzeit arbeitete – für ihren Arbeitgeber sei das kein Problem gewesen, sagt sie. „Ich hatte nie das Gefühl, dass mir irgendeine Tür zugemacht wurde.“
Natürlich habe es manchmal Momente gegeben, in denen es zu viel war, in denen sie abends noch da gesessen habe, erzählt sie. Dennoch wird sie auch nach der zweiten Elternzeit wieder zurückkehren auf ihren alten Job. Sie hat Strategien entwickelt, wie es mit der Vereinbarung klappt, trotz des fordernden Jobs, in dem man auch mal schnell und flexibel reagieren muss. „Ich habe einen sehr unterstützenden Mann an meiner Seite“, sagt sie. „Ohne einen solchen Partner würde es nicht funktionieren.“ Sie teilen sich die Aufgaben im Haushalt und die Betreuung der Kinder. „Wenn die Kinder krank sind, heißt das nicht, dass ich automatisch gehe.“ Sie plant ihre Tage und Wochen so gut es geht, auch gemeinsam mit ihrem Partner. Außerdem haben sie sich ein Unterstützungsnetzwerk aufgebaut: Omas und Opas, Babysitter, Nachbarn, Eltern anderer Kita-Kinder. Und sie habe ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Chef – selbst Familienvater. Wenn etwas sei, könne sie immer offen mit ihm reden. „Er hat Verständnis dafür, wenn das Kind krank ist. Das macht viel aus.“
Junge Führungskräfte, meint sie, dürften auch lernen, nein zu sagen und Grenzen zu setzen. „Alles andere bringt doch niemandem etwas“, sagt sie. „Manchmal muss auch ich sagen: Es geht nicht. Das tue ich dann auch.“
So traut sich Angela Cardinale, ihre Karriere weiter voranzutreiben. Nach der Elternzeit kehrt sie zurück auf ihre alte Position. Ihr Ziel ist es, mehr Verantwortung zu übernehmen, ein großes Team zu leiten, irgendwann einmal eine eigene Abteilung aufzubauen. Sie möchte Vorbild sein für andere junge Frauen mit Kinderwunsch.
Im Alter von 31 Jahren kam Udith Geeganage aus Sri Lanka nach Deutschland, um hier in seinem Beruf als technischer Berater weiterzuarbeiten. Auf legalem Weg gelang ihm das, obwohl er bereits in Sri Lanka als ABAP-Entwickler und im Bereich PI/PO tätig war und ein Studium in Management und Informationstechnologie an der staatlichen Universität Kelaniya abgeschlossen hatte. Nachdem er mehrere Jahre in Sri Lanka gearbeitet hatte, entschied sich Udith Geeganage, nach Deutschland zu kommen, um die ausgeglichene Work-Life-Balance zu erleben, die in seiner Heimat sehr schwierig war.
Es war das Jahr 2021, Udith Geeganage zog nach Deutschland. „Ich hatte das Gefühl, dass ich hier neue Chancen bekommen kann“, sagt er. „Oder ich bleibe, wo ich bin – dann bleibt alles wie bisher. Eine dritte Möglichkeit gab es nicht.“
Nun sitzt Udith Geeganage, 35 Jahre alt, in einem Besprechungsraum bei cbs, und erzählt in gutem Englisch von seinem Leben in Sri Lanka, von der Arbeit an Projekten mit deutschen Unternehmen, von der Ankunft in Deutschland, vom Leben in Mannheim, und von seinen Plänen für die Zukunft.
Schon 2018 hatte Udith Geeganage an einem Projekt mit cbs gearbeitet. Nachdem er den Wunsch geäußert hatte, nach Deutschland zu kommen, fragte ihn sein heutiger Vorgesetzter Sebastian Gottmann, ob er sich einen Einstieg bei cbs vorstellen könne. Freunde, die bereits in Deutschland lebten, hatten ihm ebenfalls einen Berufseinstieg bei cbs empfohlen. So entschied Udith Geeganage, nach Deutschland zu ziehen und bei cbs zu arbeiten.
Die erste Woche in der neuen Umgebung war für ihn sehr hart. „Ich hatte das Gefühl, dass ich einen großen Schritt gewagt habe“, sagt er. Sein Team half ihm in dieser Zeit, gab ihm Raum zur Eingewöhnung und führte ihn Stück für Stück in die Arbeit ein. Nach der ersten Woche gewöhnte er sich an die neuen Eindrücke.
In Sri Lanka gehört Licht zum Inventar einer Wohnung. Als Udith seine Wohnung in Mannheim ohne Glühbirnen vorfand, war er zunächst sehr verwundert. Auch Paketzustellungen, die nur bis zum Hauseingang erfolgen, waren für ihn neu. Er besucht einen Deutschkurs am Goethe-Institut in Mannheim und möchte bis Ende des Jahres das Sprachniveau A2 erreichen. Beruflich will er in den kommenden Jahren mehr Verantwortung übernehmen und eigene Projekte mit einem Team leiten.
Sein Vorgesetzter Sebastian Gottmann erzählt: „Udith hat bereits 2019 gemeinsam mit uns an einem Projekt gearbeitet, als er noch in Sri Lanka war. Es war klar, dass er unser Team perfekt ergänzen würde. Anfangs musste er einige behördliche Hürden nehmen, etwa ein Bankkonto eröffnen und eine Krankenversicherung abschließen. Mit der Sprachbarriere war das nicht einfach, aber es hat sich gelohnt. Udith ist fachlich wie menschlich eine absolute Bereicherung für unser Team.“
Für Udith macht die besondere Arbeitskultur, das Prozess-Know-how und die Professionalität sowie die Einheit und Diversität bei cbs die „Power of Orange“ aus. Sein Team ist längst seine zweite Familie geworden. Obwohl seine Frau erst seit April 2022 bei ihm in Deutschland lebt, bedeuten ihm die Kollegen ebenfalls sehr viel. Etwa einmal im Jahr reist Udith nach Sri Lanka, um seine Eltern zu besuchen. Einen Einstieg bei cbs würde er jedem Berater empfehlen, auch wenn er aus einem anderen Kontinent kommt und das Ankommen mit größeren Hürden verbunden ist.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr Informationen