Heidelberg, 15.10.2026 – Im Agentic Enterprise übernehmen KI-Agenten zunehmend analytische und operative Aufgaben. Der Mensch gibt Ziele und Leitplanken vor und behält die Kontrolle über wesentliche Entscheidungen. cbs Consulting Director André Weller erläutert im großen IT Online Magazin-Experteninterview: Unified Data Products als Grundlage für agentische Prozesse, warum Unternehmen dafür ihre Datenstrategie neu denken müssen, welche Rolle Trusted Data und Unified Data Products spielen und wie die SAP Business Data Cloud (BDC) die Verbindung zwischen Geschäftskontext, Datenplattform und Business AI herstellen kann.
Unternehmen verfügen heute über große Mengen an Daten – aber nicht automatisch über eine verlässliche gemeinsame Sicht auf ihre Geschäftsobjekte. Für datengetriebene Prozesse und insbesondere für KI reicht technische Verfügbarkeit nicht aus. Entscheidend sind Trusted Data: fachlich eindeutige, aktuelle, nachvollziehbare und verantwortete Informationen. Unified Data Products bündeln dafür Daten aus SAP- und Non-SAP-Systemen zu wiederverwendbaren, semantisch konsistenten Business-Objekten. So entwickelt sich das klassische System of Record weiter zum System of Context – und schafft die Grundlage für Analytics, intelligente Anwendungen und autonome Prozesse.
Wie man mit sauberen Daten bessere Entscheidungen trifft
„Eine moderne Datenstrategie sollte immer beim Business Case beginnen, nicht bei der Plattform“, erklärt Weller. „Es geht nicht um die Frage: Wie führen wir SAP BDC, Snowflake oder Databricks ein? Sondern beispielsweise: Wie können wir unseren Forecast verbessern? Wie erkennen wir Margenabweichungen früher? Wie verbessern wir unsere Supply-Chain-Entscheidungen?“, so der Consulting Director weiter.
Weiter stellt der Wirtschaftsinformatiker fest: „Der größte Fehler ist: AI first, Data later. Viele Unternehmen diskutieren Agenten und GenAI, obwohl zentrale KPIs nicht harmonisiert, Data Ownership ungeklärt oder SAP- und Non-SAP-Daten nur über individuelle Schnittstellen verbunden sind.“



