Am 23. und 24. Juni 2026 kamen in Düsseldorf führende Finanzentscheiderinnen und -entscheider zum alljährlichen Handelsblatt CFO-Summit zusammen. Im Fokus stand die Frage, wie CFOs Unternehmen in Zeiten von Polykrisen, geopolitischen Spannungen, technologischer Disruption und steigenden ESG-Anforderungen resilienter machen. Unsere Expertinnen und Experten von cbs konnten dabei viele spannende Eindrücke und Impulse sammeln und in zahlreichen Gesprächen die aktuellen Herausforderungen spiegeln.
Vom Zahlenblick zum Zukunftskompass
Der Summit zeigte: Die CFO-Rolle wandelt sich vom Zahlenhüter zum strategischen Stabilitätsanker. Resilienz heißt heute, Risiken früh zu erkennen, Abhängigkeiten zu reduzieren, Investitionen klar zu priorisieren und Technologien wie KI gezielt für mehr Transparenz, Effizienz und Steuerungsfähigkeit einzusetzen.
Besonders deutlich wurde der Handlungsdruck am Wirtschaftsstandort Deutschland: Globale Machtverschiebungen, neue Marktlogiken und Kostendruck verlangen vorausschauende Finanzsteuerung – mit belastbaren Daten, klaren Prioritäten und konsequentem Blick auf Zukunftsfähigkeit.
Geopolitische Unsicherheit, De-Risking, Digitalisierung, Automatisierung und nachhaltige Transformation prägten die Debatte. Der Tenor: Wer Finanzorganisationen datenbasiert, technologisch modern und eng mit dem Geschäft verzahnt aufstellt, kann Krisen besser abfedern und Transformation beschleunigen.
Resilienz wird zur Führungswährung
CFOs schaffen Orientierung, übersetzen Risiken in Handlungsoptionen und werden zu zentralen Treibern für Glaubwürdigkeit, Stabilität und nachhaltiges Wachstum.
Transformation bei SFS – von Standardisierung zu skalierbarem Wert
Während des Summits hielt Volker Dostmann, CFO und Mitglied des Group Executive Board der SFS Group, auf Einladung von cbs den Vortrag „Drive and accelerate transformation – Strategic S/4HANA platform development at SFS“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie SFS durch eine strategische S/4HANA-Plattformentwicklung Komplexität reduziert, Standardisierung vorantreibt und Transformation beschleunigt.
SFS positioniert sich als Anbieter missionkritischer Produkte für ausgewählte Endmärkte – von Automotive und Aerospace über Electronics bis Healthcare und Construction. Die zentrale Value Proposition „Inventing Success Together“ verbindet technische Innovationskraft, Kundennähe und Value Engineering über die drei Segmente Engineered Components, Fastening Systems sowie Distribution & Logistics.
Strategisch setzt SFS auf fünf Prioritäten: konsequente Strategieumsetzung, Orientierung an Megatrends, „local-for-local“-Ansätze, stärkeren Technologieeinsatz sowie solide Finanzierung. Dazu gehören globale Produktions- und Distributionsnetzwerke, regionale Wachstumschancen, insbesondere in Asien, strikte Kostendisziplin und der gezielte Einsatz von KI, Machine Learning, IoT und Automatisierung im Tagesgeschäft mit einem substanziellen Wertbeitrag im E2E-Business.
Ein Schwerpunkt des Vortrags war der Weg „From Complexity to Standardization“: Mit einer gruppenweiten S/4HANA-Plattform sollen Prozesse harmonisiert, Implementierungen beschleunigt, M&A-Integration erleichtert und IT-Betriebskosten reduziert werden. Genau hier wird der Beitrag von cbs sichtbar: cbs unterstützte SFS dabei, den Weg von fragmentierten Strukturen hin zu einem gruppenweiten S/4HANA-Backbone wertorientiert zu übersetzen – mit klaren Integrationsentscheidungen, harmonisierten Prozessen und einer Plattformlogik, die künftige Rollouts sowie M&A-Integrationen beschleunigt. Gleichzeitig wurden Herausforderungen offen benannt – etwa höherer Abstimmungsbedarf, mögliche Auswirkungen auf Business Continuity sowie die Notwendigkeit eines gruppenweiten Demand-Management-Prozesses.
Besonders greifbar wurde der Nutzen am Beispiel KI-gestützter Order-Processing-Prozesse im Segment Distribution & Logistics. Für Deutschland und Österreich verarbeitet SFS mehr als 800.000 Order Line Items pro Jahr. Ein MVP automatisiert bereits den Weg von der eingehenden Kunden-E-Mail bis zur SAP-Auftragserstellung. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit liegt mit rund 1 Minute und 50 Sekunden pro Auftrag unter dem Zielwert von 2:48 Minuten. Bei einer angenommenen Automatisierungsrate von 60 % beziffert SFS das jährliche Einsparpotenzial auf rund 500.000 Euro. Der cbs-Impact zeigt sich hier in der schnellen Wertrealisierung: Aus einem konkreten Prozessproblem entstand ein produktiver Use Case, der manuelle Aufwände reduziert, Produktivitätspotenziale sichtbar macht und als Blaupause für weitere KI-Anwendungen im Unternehmen dienen kann.
Die Kernaussage des Vortrags: Standardisierte Plattformen, stabile Prozesse und skalierbare KI-Anwendungen sind keine reinen IT-Themen, sondern zentrale Hebel für Wertschöpfung, Resilienz und Zukunftsfähigkeit der Finanz- und Geschäftsorganisation. cbs lieferte dabei den entscheidenden Beitrag, diese Hebel in ein umsetzbares Transformationsprogramm zu übersetzen – von der Plattformstrategie über Prozessharmonisierung bis zur konkreten KI-basierten Prozessoptimierung.