Pressespiegel

ITOM-Interview mit Holger Scheel: „Das Autonomous Enterprise jetzt angehen!

28. Juli 2026

Die ONE.CON 2026 hat gezeigt, wo die SAP Industry Community bei Business-Transformation und KI-Adoption steht. Welche Transformationsherausforderungen die nächsten Monate bringen und warum produzierende Unternehmen das Autonomous Enterprise schon jetzt mitdenken sollten, erklärt cbs-Geschäftsführer Holger Scheel im Interview mit dem „IT-Online Magazin“:  Was bedeutet das Autonomous Enterprise für die Industrie?

Die ONE.CON ist zum zentralen Branchentreffpunkt der SAP Industry Community aus der DACH-Region geworden. „Es ist schon toll zu sehen, wie sich das Format in den vergangenen neun Jahren entwickelt hat. Inzwischen gilt die ONE.CON für produzierende Unternehmen als führende Konferenz im DACH-Raum. Das liegt einerseits an der homogenen Zielgruppe, andererseits sicherlich aber auch am hohen Praxisbezug mit über 30 Kundenvorträgen“, so Scheel im Interview.

„In diesem Jahr bestritten SAP-Anwenderunternehmen der SAP Industrie Community die ONE.CON zu großen Teilen wieder selbst und berichteten ganz offen über Erfolge und Stolpersteine ihrer Transformation. Eine derartige Transparenz in dieser Dichte und Tiefe findet man so schnell nicht wieder“, unterstreicht er.

Wie kommt die Industrie mit dem S/4-Umstieg voran?

Holger Scheel: „Vor allem die diskrete Fertigung gilt bei der S/4HANA-Adoption gegenüber anderen Branchen seit jeher als Vorreiter. Große Konzerne haben mit dem Umstieg früher begonnen, kleinere Unternehmen zogen erst später nach und haben tendenziell dementsprechend erst weniger produktive S/4HANA-Systeme im Einsatz.

Insgesamt gebe es allerdings in der SAP Industry Community noch einiges zu tun. „Marktstudien zufolge stehen allein in der DACH-Region noch rund 600 Transformationen an, der eigentliche Nachfragepeak wird 2027 und 2028 erwartet“, so Scheel weiter.

Durch SAP’s Vision vom Autonomous Enterprise erhöhe sich die Herausforderung für produzierende Unternehmen, erklärt der cbs-Geschäftsführer im Interview. „Aber es bietet sich auch eine neue Chance, den Innovationsmotor anzuwerfen: Einerseits gilt es, die S/4HANA-Adoption weiter voranzutreiben, andererseits die Potenziale von intelligenten Agenten, Assistenten und dem Autonomous Enterprise an sich zu verstehen und auf die Roadmap zu setzen. Wer jetzt in der ERP-Transformation steckt und denkt, er kümmert sich erst danach um das Thema Business AI, kommt zu spät.“

Wann sollten Unternehmen mit dem Autonomous Enterprise starten?

Scheel erklärt: „So schnell wie möglich. Gerade Weltmarktführer, die ihren Vorsprung verteidigen wollen, kommen an Agentic AI nicht vorbei. Deshalb gilt: Aufschieben ist keine Option. Und Starten bedeute nicht, morgen mit der Implementierung loszulegen. „Es geht darum einen fundierten Plan zu entwickeln, wie man einerseits mit ersten KI-Szenarien schnell Werte schafft und anderseits in evolutionären Schritten die agentische Business Plattform aufbaut, die es für eine autonomisierte Unternehmenswirklichkeit braucht. Genug Substanz ist dafür schon jetzt vorhanden“, erläutert der cbs-Geschäftsführer im Exklusiv-Interview.