Pressespiegel

Warum die Industrie vor dem nächsten Umbau steht – Computerwoche-Interview mit cbs-Geschäftsführer Holger Scheel

23. April 2026

Heidelberg, 23.04.2026 – Europas Industrie steht vor der nächsten Revolution – im aktuellen, ausführlichen Computerwoche-Interview mit dem Redakteur Manfred Bremmer erläutert cbs-Geschäftsführer Holger Scheel, wie Unternehmen das Innovationsthema KI strategisch angehen sollten, weshalb SAP S/4HANA als Basis zentral bleibt und wie ein „agentisches Unternehmen“ künftig funktionieren kann.

KI ist momentan das Megathema in den Unternehmen. Viele fragen sich: Ist das Geschäftsmodell von ERP-Anbietern durch KI nachhaltig bedroht?

„Wir glauben eher, dass sich die aktuelle Hysterie auch wieder legen und erkannt wird, wie entscheidend eine solide ERP-Backbone-Architektur ist. Sie bildet die Grundlage dafür, neue Konzepte wie ein agentisch gesteuertes Unternehmen überhaupt umzusetzen – also ein System of Action, das auf ein klassisches transaktionales System of Record aufsetzt, wie es ein ERP-System darstellt“, erläutert Scheel.

KI-Projekte bei Weltmarktführern nehmen zu

„Wenn wir gemeinsam mit unseren Kunden Zielbilder für ihre digitale Transformation im SAP-Umfeld entwickeln, dann gehört KI von Anfang an dazu. Wir versuchen, das konsequent mitzudenken und möglichst wertschöpfend einzusetzen“, unterstreicht Scheel.

Klar ist: Die Unternehmen versprechen sich von KI Wettbewerbsvorteile und Effizienzgewinne.

Scheel: „Der entscheidende Punkt ist mit Blick nach vorne: Wie nutze ich den Datenschatz aus meinen Geschäftsprozessen sinnvoll? Und diese Daten liegen nun mal im ERP-System – im Herz-Kreislaufsystem des Unternehmens. Da hat die SAP natürlich exzellente Voraussetzungen aufgrund ihrer Business Suite und der ERP-getriebenen Architektur. Ich sehe das relativ optimistisch.“

Und weiter: „Meine Überzeugung ist: Der eigentliche Wert liegt weiterhin in sauber verstandenen und kontextualisierten, betriebswirtschaftlichen Daten. Das bleibt die entscheidende Grundlage, damit ein „agentisches Unternehmen“ künftig überhaupt funktionieren kann und am Ende auch vertrauenswürdig ist.

SAP propagiert stark den „Clean Core“-Ansatz. Wie realistisch ist das in der Praxis?

Scheel: „Man muss das differenziert betrachten. Clean Core heißt nicht, dass ich nur noch Standardsoftware nutze und alle individuellen Entwicklungen verschwinden.“

„Differenzierung bleibt absolut entscheidend. Unternehmen müssen weiterhin ihre spezifischen Fähigkeiten abbilden. Clean Core verändert nur die Art und Weise, wie das technisch umgesetzt wird – nicht die Notwendigkeit zur Differenzierung.“

— Jetzt das vollständige Interview auf Computerwoche lesen.