Fachbeitrag von Benjamin Krischer zum Thema S/4-Transformation in der „Computerwoche“

15. Januar 2026

Wie plant man den Switch in die neue SAP-Welt? Welche Hürden sind dabei zu nehmen? Was gilt es schon im Vorfeld zu beachten? Ein Experte liefert konkrete Antworten.

Heidelberg, 15. Januar 2026: Zigtausende Industriefirmen weltweit stehen vor der gleichen Herausforderung. Viele scheuen sich vor diesem anspruchsvollen und strategisch wichtigen Projekt. Denn der Umstieg auf SAP S/4HANA stellt eine Transformation für das gesamte Unternehmen dar. Damit verbundene Herausforderungen lassen sich jedoch gut bewältigen, indem man sie frühzeitig und mit einem ganzheitlichen Ansatz angeht. Im seinem Fachbeitrag in der „Computerwoche“ erläutert Benjamin Krischer, Consulting Director im Bereich System Landscape Transformation bei cbs, worauf es in der Praxis ankommt. Krischer kann auf eine jahrelange Erfahrung als Projektleiter von innovativen Konzernvorhaben in der europäischen Industrie zurückgreifen.

Auf dem Weg zum erfolgreichen Projektabschluss gibt es einige typische Stolpersteine, die es zu umgehen gilt. Dazu gehören laut Krischer am Anfang ein gründlicher Realitätscheck. Es gelte, die eigenen Ressourcen und das Veränderungsvermögen realistisch einschätzen, um einen umsetzbaren Projektrahmen abzustecken. Auf diese Weise entsteht ein realistisches Bild der Ausgangslage als Grundlage für die spätere Beurteilung des S/4HANA-Umstellungsvorhabens.

Wer ist vom Umstieg betroffen? Das frühzeitige Einbinden aller Stakeholder ermöglicht es, widersprüchliche Erwartungshaltungen sofort aufzulösen. Dies ist die Voraussetzung dafür, den späteren Umstellungsansatz an den Reifegrad und die Kultur des eigenen Unternehmens anzupassen.
Elementar sei es zudem, dass das Projektteam zunächst auf fachlicher und technologischer Basis den Zielzustand inklusive aller Anforderungen und einem realistischen Zeitmanagement definiert.
Auf dieser Basis entsteht eine Vision, die fest im Unternehmen verankert wird. Diese enthält die Beschreibung von Systemlandschaft und -architektur sowie alle Schlüsselprinzipien.

Welches Migrationsszenario passt für mich?

Weitere wichtige Aspekte für das Gelingen des SAP-Projekts sind die flexible Erarbeitung des Migrationsszenarios (Greenfield, Brownfield oder Selective), eine ganzheitliche und belastbare Roadmap sowie die Planung ausreichender Testumfänge und Testzyklen.

Eine belastbare Projekt-Governance wird häufig vernachlässigt, ist für den Experten aus dem Münchner cbs-Office aber ebenfalls unverzichtbar für ein solches Vorhaben. Sie schafft klare Entscheidungswege, definiert Rollen und Verantwortlichkeiten und sorgt für eine konsistente Steuerung von Change Requests.
Generell, so Krischer, gelte es, Strategie, IT-Landschaft und Innovationsfähigkeit immer im Gesamtzusammenhang zu denken. Nur dann entsteht die Basis für eine erfolgreiche Transformation – und damit die Chance, langfristig echte Mehrwerte für das Unternehmen zu schaffen.