Interview mit Johannes Lenßen, Senior Manager in der Practice System Landscape Transformation
Das Team der Practice System Landscape Transformation (SLT) begleitet komplexe Transformationsprogramme von großen Organisationen von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Doch wie sieht die Arbeit in diesem Umfeld konkret aus? Und wie entwickelt sich eine Karriere in einem Bereich, der sich mit den Zusammenhängen von Daten, Prozessen und Systemlandschaften beschäftigt? Darüber haben wir mit Johannes Lenßen gesprochen. Er ist seit zehn Jahren Teil des SLT-Teams bei cbs und heute als Senior Manager tätig.
Johannes, wie bist du ursprünglich zum SLT-Bereich gekommen?
Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert und anschließend bei einer kleinen IT-Beratung angefangen. Dort habe ich meine ersten Erfahrungen mit SAP, Datenbanken, SQL und Analysen gesammelt. Mit Datenmigrationen hatte ich damals allerdings noch keine Berührungspunkte.

Trotzdem hat das Profil sehr gut zum SLT-Bereich gepasst. Viele Themen, die mich damals beschäftigt haben – Daten analysieren, Zusammenhänge verstehen, technische Probleme lösen – spielen auch heute noch eine große Rolle in meiner Arbeit. Mich hat besonders die Kombination aus Projektgeschäft, technischer Tiefe und großen Transformationsvorhaben gereizt. Genau deshalb bin ich damals zu cbs gekommen.
Heute bist du Senior Manager. Wie hat sich deine Rolle im Laufe der Jahre entwickelt?
Ich bin als Berater gestartet und habe früh Projektverantwortung übernommen. Mit den Jahren kamen weitere Aufgaben hinzu, von Architektur- und Designfragen bis hin zu Teamverantwortung und Mentoring. Gleichzeitig arbeite ich heute noch nah an den Projekten. Das Spannende ist, dass sich die Rolle kontinuierlich weiterentwickelt.
Was macht die Arbeit im SLT-Bereich für dich besonders?
Für mich ist es vor allem die Kombination aus Vielfalt und Ganzheitlichkeit. Kein Projekt ist wie das andere. Ob S/4HANA-Transformation, Carve-out, Harmonisierung oder Cloud-Projekt: Jede Ausgangssituation bringt andere Herausforderungen mit sich. In den Projekten liegt unser Fokus natürlich auf Daten, Prozessen und Anwendungen. Dabei ist es aber wichtig, nicht in einzelnen SAP-Funktionalitäten zu denken, sondern Abhängigkeiten, Schnittstellen und Zusammenhänge zwischen Systemen sowie die gesamte Systemlandschaft im Blick zu haben.
Mit der Zeit entwickelt man dadurch ein sehr breites Verständnis für Transformationen. Man lernt, wie Daten, Prozesse, Technologie, Infrastruktur und organisatorische Veränderungen zusammenspielen. Genau diese Mischung aus technischer Tiefe, unterschiedlichen Projekten und dem Blick auf das große Ganze macht die Arbeit für mich so spannend.
Mit wem arbeitet man in solchen Projekten zusammen?
Die Bandbreite ist groß. Auf Kundenseite arbeitet man mit Fachbereichen, IT-Teams, Projektleitungen und Management-Stakeholdern zusammen. Intern stimmt man sich mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Fachbereichen ab. Dadurch lernt man viele Perspektiven kennen und erweitert den eigenen Horizont weit über einzelne Fachthemen hinaus.
Welche Fähigkeiten sind besonders wichtig, um in diesem Umfeld erfolgreich zu sein?
Analytisches Denken und ein gutes logisches Verständnis sind wichtig. Viele Fragestellungen im SLT-Umfeld ähneln komplexen Rätseln: Man analysiert Zusammenhänge, entwickelt Lösungswege und überprüft, ob alles sauber ineinandergreift.
Mindestens genauso wichtig sind aber Kommunikation, Selbstverantwortung und die Bereitschaft, aktiv Verantwortung zu übernehmen. Wer Projekte erfolgreich voranbringen möchte, muss Themen transparent ansprechen, Informationen teilen und mit vielen unterschiedlichen Personen zusammenarbeiten können.
Du unterstützt heute selbst Kolleginnen und Kollegen bei ihrer Entwicklung. Wie sieht das konkret aus?
Ein wichtiger Teil meiner Rolle ist Mentoring. Wenn Kolleginnen und Kollegen beispielsweise erste Projektleitungsverantwortung übernehmen, begleite ich sie im Hintergrund als Sparringspartner. Wir sprechen regelmäßig über Herausforderungen, Kundenanforderungen oder Projektsituationen und überlegen gemeinsam, welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Dabei ist aber wichtig, dass die Kolleginnen und Kollegen selbst sichtbar bleiben und Verantwortung übernehmen. Mein Ziel ist nicht, Aufgaben abzunehmen, sondern Entwicklung zu ermöglichen. Genau diese Kultur erlebe ich übrigens seit vielen Jahren bei cbs. Menschen bekommen Chancen, Verantwortung zu übernehmen und an ihren Aufgaben zu wachsen. Gleichzeitig gibt es immer erfahrene Kolleginnen und Kollegen, die unterstützen, wenn sie gebraucht werden.
Du bist inzwischen seit zehn Jahren Teil des SLT-Teams. Was begeistert dich heute noch an deiner Arbeit?
Auch nach zehn Jahren ist kein Tag wie der andere. Die Arbeit bleibt vielfältig und abwechslungsreich, weil Projekte, Kunden und Herausforderungen sich ständig verändern. Gleichzeitig hatte ich bei cbs immer die Möglichkeit, mich weiterzuentwickeln und neue Verantwortungsbereiche zu übernehmen.
Für mich ist das ein Umfeld, in dem man langfristig wachsen kann. Über Entwicklung wird nicht nur gesprochen, sie wird aktiv gefördert. Wer Interesse zeigt, Verantwortung übernehmen möchte und offen für neue Themen ist, bekommt die Möglichkeit, seinen eigenen Weg zu gestalten.
Was würdest du jemandem mitgeben, der über einen Wechsel ins SLT-Team nachdenkt?
Wer verstehen möchte, wie Unternehmen und SAP-Landschaften wirklich funktionieren, ist im SLT-Bereich genau richtig. Man sollte Lust darauf haben, sich in komplexe Fragestellungen einzuarbeiten und über den eigenen fachlichen Tellerrand hinauszuschauen. Dann eröffnet sich ein sehr besonderes Beratungsumfeld mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten.
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